Die Stadtgemeinde Bremen ist die Hauptstadt des Landes „Freie Hansestadt Bremen“ (meist kurz auch „Bremen“). Zu diesem Zwei-Städte-Staat gehört neben der Stadtgemeinde Bremen noch die 60 Kilometer nördlich gelegene Stadtgemeinde Bremerhaven. Bremen ist die zehntgrößte Stadt Deutschlands. Die Stadt ist Mittelpunkt der Europäischen Metropolregion Bremen/Oldenburg, einer von insgesamt elf Europäischen Metropolregionen in Deutschland.
Zwischen dem 1. und dem 8. Jahrhundert n. Chr. entstanden an der Weser erste Siedlungen, die auf einer langen Düne Schutz vor Hochwasser und gleichzeitig guten Zugang zu einer Furt boten. Bereits 150 n. Chr. erwähnte der alexandrinische Geograph Claudius Ptolemaeus eine dieser Siedlungen (Fabiranum, auch Phabiranum geschrieben).
Als Bischofsstadt und Kaufmannsiedlung reicht Bremens Geschichte bis ins 8. Jahrhundert zurück. Die Stadt wurde 787 von Karl dem Großen zum Bischofssitz erhoben, war aber zunächst noch unsicheres Missionsgebiet. So schrieb der Missionar Willehad 782: „… hat man uns aus Bremen vertrieben und zwei Priester erschlagen.“
Mitte ist ein Stadtteil von Bremen und bildet zusammen mit dem Stadtteil Häfen den Bremer Stadtbezirk Mitte.
Die Altstadt ist der historische Kern der Stadt Bremen. Sie lässt sich unterteilen in den Stadtkern, das Schnoorviertel im Südosten, das Stephaniviertel mit dem Faulenquartier im Westen und das Weserufer mit der (Schlachte).
Die Keimzelle der Stadt Bremen befindet sich in der Mitte des heutigen Stadtkerns, rund um den Bremer Marktplatz und dem Dom. Auf diesen Kern geht auch die Besiedlung des Schnoorviertels und des östlichen Rands des Faulenquartiers zurück. Um 1200 wurde die Bremer Stadtmauer um diese Siedlung gebaut.
Häfen ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Mitte, aber zum Ortsamt West.
Die Versandung erschwerte bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts den Schiffsverkehr auf der Weser. Hochseeschiffe steuerten nicht mehr die in der Stadtmitte gelegenen Häfen (Schlachte) an, sondern flussabwärts gelegene Häfen, zunächst Vegesack, später Brake (Unterweser) und ab 1827 Bremerhaven. Um den lukrativen Handel und Schiffsverkehr wieder in die Stadt zu holen, baute Bremen ab 1887 einen flussabwärts des Stadtkerns gelegenen Hafen, den Europahafen.
Die Neustadt ist ein links der Weser gelegener Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Süd.
Die Bremer Neustadt liegt im Zentrum von Bremen an der linken Seite der Weser, direkt gegenüber dem Stadtteil Mitte.
Benachbarte Stadtteile sind im Norden das Zentrum, im Osten Obervieland, im Süden Huchting und im Westen Woltmershausen.
Der Stadtteil ist in acht Ortsteile gegliedert:
Obervieland ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Stadtbezirk Süd.
Das Vieland leitet seinen Namen ab von niederdeutsch Vie und das bedeutete flaches, sumpfiges Land. Obervieland ist ein Teilbereich des Vielandes.
Arsten könnte abgeleitet sein von Arsater, also vom Acker. Möglicherweise könnte auch ein Familienname für den Ortsnamen stehen.
Habenhausen wurde niederdeutsch Hobenhusen und bereits im 13. Jahrhunder Habenhusen genannt. Es war die Siedlung (husen) des Habe oder Hobe.
Der Name Kattenesch wurde als Katzen-Esch gedeutet. Katze könnte dabei als ein auf Rädern stehendes Sturmwerk bedeuten.
Der Name von Kattenturm leitet sich dann von Kattenesch ab. 1390 heißt es to den Cattenescher torne, also zum Kattenescher Turm .
Huchting ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Süd.
Der Name Huchting bezieht sich vermutlich auf einen hochgelegenen Thingplatz oder auch eine hochgelegene Heimstatt der Chauken, die hier ab 200-300 v. Chr. in der Jungsteinzeit auf der gegenüber der kilometerbreiten Flussmarsch zwischen Weser und Ochtum höhergelegenen und damit weitgehend hochwasserfreien Vorgeest siedelten.
Woltmershausen ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Süd.
Das Vieland wurde um 1280 als in dem vi lande, um 1297 als Vilant und um 1364 als Vylant erwähnt.
Der Name Woltmershausen kommt wahrscheinlich von dem sächsische Siedler Woltimar von Liestmunde, der sich laut einer Urkunde von 1083 auf dem Werder links der Weser angesiedelt hat. Der Volksmund sagt auch Pusdorf zu Woltmershausen, da der Wind hier wohl viel "pustet".
Seehausen ist ein Ortsteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Süd. Der im Niedervieland gelegene Stadtteil besteht aus überwiegend landwirtschaftlich genutztem Grünland. Entlang der Weser erstrecken sich die ehemaligen Dörfer Seehausen mit sehenswerter mittelalterlicher Dorfkirche und Hasenbüren.
Abseits der Wohnbebauung befinden sich im Ortsteil Seehausen ein Teil des Güterverkehrszentrums Bremen einschließlich des Postfrachtzentrums, eine Kläranlage und eine Baggergutentsorgungsanlage.
Strom ist seit 1945 ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Süd.
Strom umfasst die Gebiete Stellfeld, Wiedbrook, Hove, Malswarden und Hardenstrom, die als Feldmark Hardenstrom zusammengefasst wurden. Der Name Hardenstrom kann als starke Strömung der Ochtum gedeutet werden.
Im 11.– 13. Jahrhundert wurde das Vieland durch Entwässerungsgräben und Deichbau kultiviert und 1158 gestattete Kaiser Friedrich Barbarossa die Bebauung des Vielandes. Das Bistum Bremen erhielt 1180 die Landesherrschaft. Der Winkelhof, bisher im Besitz eines Komturs des Deutschen Ordens, kam 1583 in den Besitz Bremens. Seit 1598 wurde das Gebiet in Ober- und Niedervieland getrennt. Am Ende des 16. Jh. wurde erstmalig der Name Strom urkundlich erwähnt. 1750 kam Strom zum Kirchspiel Rablinghausen. 1812 hatte es 211 Einwohner. Die Chaussee von Rablinghausen bis nach Strom wurde 1874 gebaut und kurz danach eröffnete die Gaststätte »Zur Ochtumbrücke«. Strom hat nun rund 400 Einwohner. Die Straße nach Brokhuchting wurde 1911 geklinkert und die Brücken über die Ochtum bei Sandhausen und Steding wurden 1924 bzw. 1937/39 gebaut sowie die Stromer Landstraße ausgebaut.
Östliche Vorstadt ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Ost.
Die Östliche Vorstadt liegt westlich direkt neben dem Zentrum von Bremen am rechten Ufer der Weser. Benachbarte Stadtteile sind im Norden Schwachhausen, im Osten Hastedt und Hemelingen, im Süden jenseits der Weser die Neustadt und im Westen Mitte.
Schwachhausen ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Ost.
1159: Erste urkundliche Erwähnung von Schwachhausen, damals ein bäuerliches Marschendorf ohne Ortskern und Dorfkirche. Bis 1648 gehörte Schwachhausen zum Bistum Bremen, danach zum Herzogtum Bremen.
1803: Schwachhausen kommt aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses 1803 an das Bremer Landgebiet.
1902: Eingemeindung von Schwachhausen in die Stadt Bremen
Die Vahr (gesprochen: Fahr, nicht Wahr) ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Stadtbezirk Ost.
2004 erlangte der Name des Stadtteils durch einen Roman von Sven Regener mit dem Titel Neue Vahr Süd überregionale Bekanntheit.
Die Vahr gehört zu den wenigen Ortsnamen, die im Deutschen mit Artikel benutzt werden.
Aufgrund eines recht hohen Ausländer- und Arbeitslosenanteils ist die Vahr ein sozialer Brennpunkt. Der Stadtteil ist sehr gut in den öffentlichen Personennahverkehr integriert. Man kann innerhalb von maximal einer halben Stunde die Innenstadt per Straßenbahn oder Bus erreichen. Zur guten Verkehrsanbindung trägt außerdem die Nähe zur A 27 bei.
Trotz der Bebauung mit vielen Wohnblocks ist die Vahr ein Stadtteil mit vielen Grünflächen. Ebenso gibt es viele kleine Seen und Fleete. Dadurch ist die Vahr auch das Zuhause von vielen Enten und anderen Kleintieren.
Horn-Lehe ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Ost.
Im Stadtteil befinden sich unter anderem die Universität Bremen, der Rhododendron-Park Bremen, der Botanische Garten, das Hollerland, der Fallturm Bremen und das Universum.
Der Name Horn leitet sich vom Ursprung Horn = Spitze ab. Die erste Besiedlung der Gemarkungen Horn und Lehe fand im 13. Jahrhundert statt, als der Erzbischof einer Gruppe von Holländern die Urbarmachung und Besiedlung des Gebietes vertraglich zusicherte.
Der Kern der Siedlung Horn befand sich auf einem höhergelegenen Landstück, das zwischen Kleiner Wümme und Vahrster Fleet (Gete) spitz zulief. Die Kleine Wümme durchzog die Siedlung von der Achterstraße über die Riensberger und Berckstraße zum Schorf. Ein großer Teil des Flußlaufs im Zentrum Horns ist zugeschüttet worden. Heute ist die kleine Wümme nur noch bis zur Riensberger Straße vorhanden.
Borgfeld ist einer der reichsten Stadtteile von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Ost.
1235 wurde Borgfeld erstmals urkundlich erwähnt. 1666 erhielt Bremen die volle territoriale Hoheit über Borgfeld. 1945 wurde die Landgemeinde Borgfeld nach Bremen eingemeindet (zur Auflösung des Landkreises Bremen siehe Landherrnamt).
Oberneuland ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Ost.
Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Oberneuland (Overnigelant und Rockwinkil) in einer sogenannten „Ansiedlungsurkunde“ im Jahre 1181. Es wurde der Verkauf von Ödland an nicht bekannte „Holländer“ dokumentiert, die eigentlich Nachfahren niederländischer Kaufleute und Händler waren und deshalb über Kenntnisse der Urbarmachung von sumpfigen Ländereien verfügten. Die Siedler unterlagen einem besonderen Recht, dem sogenannten Hollerrecht, d.h. sie hatten zwar gewisse Abgaben zu leisten, konnten aber über ihr Land frei verfügen und auch vererben. Dies darf wohl als die Grundlage zur Entstehung des Dorfes Oberneuland gelten.
Die Kirche zu Oberneuland wurde zwar erst 1270 erwähnt, es kann aber davon ausgegangen werden, dass sie gleich zu Beginn der Besiedelung geplant war und der Bau um ca. 1200 begonnen wurde. Benannt wurde sie als Kirche St. Johann, nach Johannes dem Täufer. Der jetzt vorhandene neugotische Backsteinbau entstand aber erst im Jahre 1860 und ersetzte als Neubau die ursprüngliche romanische Dorfkirche.
Osterholz ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Ost.
Gestaltet wurde die Landschaft von den verschiedenen Eiszeiten - das Pleistozän - und den dazwischen liegenden Wärmeperioden. Das Urstromtal der Weser prägte auch die Osterholzer Landschaft mit Sandplatten, Sümpfen und Kleinmoore.
In der jüngeren Steinzeit - etwa ab 4.000 v. Chr. kann eine frühe Besiedlung der Marschen stattgefunden haben. Um 200-300 v.Chr. erfolgte die Besiedlung durch die Germanischen Chauken belegt durch Funde u.a. auf dem heutigen Gelände der Daimler AG und Urnengräber aus der Eisenzeit im Bereich der Sieglitzstraße und Am Hallacker sowie Siedlungsreste an der Ellener Dorfstraße.
Hemelingen ist ein Stadt- und Ortsteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk Ost.
ab 700 v. Chr.: Siedlungsspuren in Hemelingen und Mahndorf
1238: Erste urkundliche Erwähnung von Hemelingen.
1803: Hastedt und Teile von Sebaldsbrück werden Bremer Landgebiet.
1902: Eingemeindung von Hastedt in die Stadt Bremen
1921: Eingemeindung von Sebaldsbrück
1939: Eingemeindung von Hemelingen, Arbergen und Mahndorf
Blockland ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk West.
Außerdem ist es einer der Landschaftsräume Bremens, nördlich begrenzt durch den Unterlauf (Tidengewässer) der Wümme, südwestlich durch die Bremer Düne und südöstlich durch den Kuhgraben.
Zum Blockland gehören die ehemaligen Dörfer Niederblockland, Oberblockland, Wasserhorst und Wummensiede. Blockland bietet in weiten Teilen ein sehr ländliches Erscheinungsbild mit weiten Wiesen, trockengelegtem Moor und Landwirtschaft. Ferner befindet sich hier eine Mülldeponie mit der mit 49m ü.NN. höchsten (künstlichen) Erhebung Bremens.
Findorff ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk West.
Findorff liegt direkt nördlich vom Stadtzentrum von Bremen und ist vom Zentrum nur durch den Bremer Hauptbahnhof und die mehrfach getunnelten Gleisanlagen getrennt. Die benachbarten Stadtteile sind im Nord-Osten Horn-Lehe mit der Universität, im Osten Schwachhausen, im Süden Mitte und im Westen Walle.
Walle ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk West.
Der Ortsteil Westend - ein Wohngebiet - wird begrenzt östlich durch die Bahnanlagen und dem Ortsteil Osterfeuerberg, nördlich durch die Geestemünder Straße und den Ortsteil Walle, westlich durch den Steffensweg und den Ortsteil Steffensweg und südlich durch die Hansestraße und den Ortsteil Utbremen.
Der Ortsteil ist 84 Hektar groß, hatte 2007 eine Bevölkerung von 6460 Bürgern und eine Dichte von 101 Einw. je ha.
Gröpelingen ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zum Bremer Stadtbezirk West.
Die Straf- und Justizvollzugsanstalt in Oslebshausen mit weithin sichtbarer Anstaltskirche wurde in den Jahren 1871-74 im Stil norddeutscher Backsteingotik nach einem Entwurf des Architekten Alexander Schröder errichtet. Die Anlage steht größtenteils unter Denkmalschutz.
Die evangelische Kirche wurde 1929-30 backsteinsichtig in neugotisch-expressionistischen Formen nach Entwurf des Architekten Walter Görig erbaut. Sie wurde 1961 und 1971 umgebaut und erweitert.
Burglesum ist ein Stadtteil von Bremen und gehört zu Bremen-Nord.
Im Nordosten grenzt der von der Lesum durchflossene Stadtteil an die niedersächsische Gemeinde Ritterhude, im Nordwesten an die niedersächsische Gemeinde Schwanewede, im Westen an den Stadtteil Vegesack und im Süden (von West nach Ost) an die Stadtteile Häfen, Gröpelingen und Blockland.
Vegesack (gesprochen: Fegesack, nicht Wegesack) ist ein Stadtteil und seit 1946 Ortsamtsbereich von Bremen und gehört zu Bremen-Nord.
Der Name Vegesack könnte sich ableiten vom „Feeg-Sack“, also einer Bucht am Fluss, und von einer Gastwirtschaft, in der die Geldbeutel (Sack) sich leerten (fegen). 1453 wurde der Ort Vegesack ausgehend vom Gasthaus „Thom Fegesacke“ erstmals erwähnt.
Blumenthal ist ein Stadtteil von Bremen.
Blumenthal liegt an der Weser im äußersten Nordwesten der Stadt Bremen. Blumenthal gehört zum Kultur- und Wirtschaftsraum Bremen-Nord. An den Stadtteil Blumenthal grenzen im Südosten der Stadtteil Vegesack und im Norden die niedersächsische Gemeinde Schwanewede. Am gegenüberliegenden Weserufer liegt die Gemeinde Berne.
Zum Stadtteil Blumenthal gehören die Ortsteile: Blumenthal, Lüssum-Bockhorn, Rönnebeck, Farge-Rekum